
Giuseppe Verdi
Giuseppe Verdi
Aus einfachen Verhältnissen stammend, konnte der 1813 in der Nähe von Parma geborene Verdi nur dank eines Sponsors Musik studieren. Der Kaufmann Barezzi schickte den nicht mal 20-Jährigen 1832 sogar nach Mailand, ins damalige Zentrum des italienischen Musiklebens. Die Investition zahlte sich aus: Verdi studierte mit großem Erfolg, wurde 1836 Maestro di Musica (also Dirigent) in Busseto und heiratete Margherita, die Tochter des Kaufmanns. Dank seiner als Student geknüpften Verbindungen wurde er gebeten, für ein kleines Theater eine Oper zu schreiben. Drei Jahre arbeitete er an der Partitur zu "Oberto, conte di San Bonifacio". Ihre Uraufführung an der Scala 1839 war zwar nur ein Achtungserfolg, aber immerhin erklärte sich Bartolomeo Merelli, Leiter der Scala, bereit, weitere Opern bei ihm zu bestellen. Alles schien gut zu werden und zwischenzeitlich waren ein Sohn und eine kleine Tochter hinzugekommen. Verdi begann also pflichtgetreu seine Arbeit an "Un Giorno di Regno". Im April 1840 erkrankte plötzlich sein kleiner Junge, niemand wusste woran, und starb wenig später. Einige Tage darauf starb auch das Töchterchen. Und am 19. Juni trug man den dritten Sarg aus der Wohnung: Auch Margherita, die Ehefrau war tot, Opfer einer schweren Hirnhautentzündung. Binnen weniger Wochen war Verdis gesamte Familie gestorben! Die Oper, ausgerechnet eine komische, musste er trotzdem beenden - ihre Aufführung wurde ein Fiasko. Danach wollte Verdi nichts mehr von der Oper wissen und nie wieder komponieren. Möglich, dass Verdi bei seinem Entschluss geblieben wäre, nie wieder auch nur eine Note zu schreiben, wenn nicht der Impresario Merelli ihm ein Textbuch des renommierten Dichters Temistocle Solera zugesteckt hätte. Dann soll sich, in Verdis eigenen Worten, das folgende zugetragen haben: "Zuhause angelangt, warf ich das Heft mit einem heftigen Stoß auf den Tisch. Im Fallen hatte sich das Manuskript geöffnet, und ohne dass ich wusste wie, hefteten sich meine Augen auf die Seite, die offen vor mir lag, und jener Vers blickte mir ins Gesicht: Va, pensiero, sull' ali dorate... (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen...)". Die Dichtung faszinierte ihn, und er schrieb die Oper "Nabucco", die den jungen Verdi über Nacht zum neuen Stern am Opernhimmel, und mehr noch, zum politischen Helden Italiens. Der "Va Pensiero"-Chor wurde zur heimlichen Nationalhymne des nach nationaler Einheit strebenden Landes. Verdi begann nun das Leben des erfolgreichen Komponisten und schrieb ein bis zwei Opern pro Jahr. Zu seinem neuen Leben gehörte auch eine neue Liebe: Die Primadonna Giuseppina Strepponi, die schon in der Uraufführung von "Nabucco" gesungen hatte. 1859 heirateten die beiden. Heute gilt er als der erfolgreichste Opernkomponist aller Zeiten. Am 27. Januar 1901 starb Giuseppe Verdi an den Folgen eines Schlaganfalls. Den größten Teil seines Vermögens hinterließ er seiner Stiftung für alte und invalide Musiker.
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Aus einfachen Verhältnissen stammend, konnte der 1813 in der Nähe von Parma geborene Verdi nur dank eines Sponsors Musik studieren. Der Kaufmann Barezzi schickte den nicht mal 20-Jährigen 1832 sogar nach Mailand, ins damalige Zentrum des italienischen Musiklebens. Die Investition zahlte sich aus: Verdi studierte mit großem Erfolg, wurde 1836 Maestro di Musica (also Dirigent) in Busseto und heiratete Margherita, die Tochter des Kaufmanns. Dank seiner als Student geknüpften Verbindungen wurde er gebeten, für ein kleines Theater eine Oper zu schreiben. Drei Jahre arbeitete er an der Partitur zu "Oberto, conte di San Bonifacio". Ihre Uraufführung an der Scala 1839 war zwar nur ein Achtungserfolg, aber immerhin erklärte sich Bartolomeo Merelli, Leiter der Scala, bereit, weitere Opern bei ihm zu bestellen. Alles schien gut zu werden und zwischenzeitlich waren ein Sohn und eine kleine Tochter hinzugekommen. Verdi begann also pflichtgetreu seine Arbeit an "Un Giorno di Regno". Im April 1840 erkrankte plötzlich sein kleiner Junge, niemand wusste woran, und starb wenig später. Einige Tage darauf starb auch das Töchterchen. Und am 19. Juni trug man den dritten Sarg aus der Wohnung: Auch Margherita, die Ehefrau war tot, Opfer einer schweren Hirnhautentzündung. Binnen weniger Wochen war Verdis gesamte Familie gestorben! Die Oper, ausgerechnet eine komische, musste er trotzdem beenden - ihre Aufführung wurde ein Fiasko. Danach wollte Verdi nichts mehr von der Oper wissen und nie wieder komponieren. Möglich, dass Verdi bei seinem Entschluss geblieben wäre, nie wieder auch nur eine Note zu schreiben, wenn nicht der Impresario Merelli ihm ein Textbuch des renommierten Dichters Temistocle Solera zugesteckt hätte. Dann soll sich, in Verdis eigenen Worten, das folgende zugetragen haben: "Zuhause angelangt, warf ich das Heft mit einem heftigen Stoß auf den Tisch. Im Fallen hatte sich das Manuskript geöffnet, und ohne dass ich wusste wie, hefteten sich meine Augen auf die Seite, die offen vor mir lag, und jener Vers blickte mir ins Gesicht: Va, pensiero, sull' ali dorate... (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen...)". Die Dichtung faszinierte ihn, und er schrieb die Oper "Nabucco", die den jungen Verdi über Nacht zum neuen Stern am Opernhimmel, und mehr noch, zum politischen Helden Italiens. Der "Va Pensiero"-Chor wurde zur heimlichen Nationalhymne des nach nationaler Einheit strebenden Landes. Verdi begann nun das Leben des erfolgreichen Komponisten und schrieb ein bis zwei Opern pro Jahr. Zu seinem neuen Leben gehörte auch eine neue Liebe: Die Primadonna Giuseppina Strepponi, die schon in der Uraufführung von "Nabucco" gesungen hatte. 1859 heirateten die beiden. Heute gilt er als der erfolgreichste Opernkomponist aller Zeiten. Am 27. Januar 1901 starb Giuseppe Verdi an den Folgen eines Schlaganfalls. Den größten Teil seines Vermögens hinterließ er seiner Stiftung für alte und invalide Musiker.
Aus einfachen Verhältnissen stammend, konnte der 1813 in der Nähe von Parma geborene Verdi nur dank eines Sponsors Musik studieren. Der Kaufmann Barezzi schickte den nicht mal 20-Jährigen 1832 sogar nach Mailand, ins damalige Zentrum des italienischen Musiklebens. Die Investition zahlte sich aus: Verdi studierte mit großem Erfolg, wurde 1836 Maestro di Musica (also Dirigent) in Busseto und heiratete Margherita, die Tochter des Kaufmanns. Dank seiner als Student geknüpften Verbindungen wurde er gebeten, für ein kleines Theater eine Oper zu schreiben. Drei Jahre arbeitete er an der Partitur zu "Oberto, conte di San Bonifacio". Ihre Uraufführung an der Scala 1839 war zwar nur ein Achtungserfolg, aber immerhin erklärte sich Bartolomeo Merelli, Leiter der Scala, bereit, weitere Opern bei ihm zu bestellen. Alles schien gut zu werden und zwischenzeitlich waren ein Sohn und eine kleine Tochter hinzugekommen. Verdi begann also pflichtgetreu seine Arbeit an "Un Giorno di Regno". Im April 1840 erkrankte plötzlich sein kleiner Junge, niemand wusste woran, und starb wenig später. Einige Tage darauf starb auch das Töchterchen. Und am 19. Juni trug man den dritten Sarg aus der Wohnung: Auch Margherita, die Ehefrau war tot, Opfer einer schweren Hirnhautentzündung. Binnen weniger Wochen war Verdis gesamte Familie gestorben! Die Oper, ausgerechnet eine komische, musste er trotzdem beenden - ihre Aufführung wurde ein Fiasko. Danach wollte Verdi nichts mehr von der Oper wissen und nie wieder komponieren.
Möglich, dass Verdi bei seinem Entschluss geblieben wäre, nie wieder auch nur eine Note zu schreiben, wenn nicht der Impresario Merelli ihm ein Textbuch des renommierten Dichters Temistocle Solera zugesteckt hätte. Dann soll sich, in Verdis eigenen Worten, das folgende zugetragen haben: "Zuhause angelangt, warf ich das Heft mit einem heftigen Stoß auf den Tisch. Im Fallen hatte sich das Manuskript geöffnet, und ohne dass ich wusste wie, hefteten sich meine Augen auf die Seite, die offen vor mir lag, und jener Vers blickte mir ins Gesicht: Va, pensiero, sull' ali dorate... (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen...)". Die Dichtung faszinierte ihn, und er schrieb die Oper "Nabucco", die den jungen Verdi über Nacht zum neuen Stern am Opernhimmel, und mehr noch, zum politischen Helden Italiens. Der "Va Pensiero"-Chor wurde zur heimlichen Nationalhymne des nach nationaler Einheit strebenden Landes.
Verdi begann nun das Leben des erfolgreichen Komponisten und schrieb ein bis zwei Opern pro Jahr. Zu seinem neuen Leben gehörte auch eine neue Liebe: Die Primadonna Giuseppina Strepponi, die schon in der Uraufführung von "Nabucco" gesungen hatte. 1859 heirateten die beiden. Heute gilt er als der erfolgreichste Opernkomponist aller Zeiten. Am 27. Januar 1901 starb Giuseppe Verdi an den Folgen eines Schlaganfalls. Den größten Teil seines Vermögens hinterließ er seiner Stiftung für alte und invalide Musiker.
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